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Farne gehören zu den ältesten Pflanzen der Erde – und genau diese archaische, fast urzeitliche Ästhetik macht sie zu unverzichtbaren Strukturpflanzen im tropischen Terrarium. In den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas, Afrikas oder Südostasiens wachsen sie in unterschiedlichsten ökologischen Nischen: am Boden, auf Felsen, auf morschem Holz oder hoch oben in den Baumkronen.
Für die Gestaltung naturnaher Lebensräume – insbesondere für Pfeilgiftfrösche – sind tropische Farne daher ein zentrales Element. Sie schaffen Deckung, speichern Feuchtigkeit, strukturieren Ebenen und bringen eine authentische „Regenwald-Atmosphäre“ ins Terrarium.
Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwei Wuchsformen, die im Terrarium völlig unterschiedliche Kulturbedingungen erfordern.
Terrestrische Farne wachsen im natürlichen Habitat im humusreichen Waldboden, oft in konstant feuchten, schattigen Bereichen.
Typische Gattungen in unserem Sortiment:
Gerade Selaginella bildet dichte, teppichartige Strukturen und eignet sich hervorragend zur Gestaltung feuchter Bodenbereiche oder Übergänge zwischen Hardscape und Pflanzfläche.
Kultur im Terrarium
Terrestrische Farne profitieren von stabilen, feuchten Klimazonen – besonders in bioaktiven Regenwald-Terrarien.
Viele tropische Farne wachsen nicht im Boden, sondern epiphytisch auf Bäumen oder Felsen. Sie bilden kriechende oder kletternde Rhizome, entlang derer in regelmäßigen Abständen Blätter erscheinen.
Typische epiphytische Gattungen:
Diese Arten eignen sich hervorragend zum Aufbinden auf:
Sie bringen eine vertikale Dynamik ins Terrarium und nutzen Flächen, die sonst unbepflanzt bleiben würden – ähnlich wie Bromelien oder Miniatur-Orchideen.
Kultur im Terrarium
Das Rhizom sollte niemals dauerhaft im nassen Substrat liegen – Staunässe führt schnell zu Fäulnis.
Einige Farne wachsen in der Natur an Gewässerrändern oder in periodisch überfluteten Bereichen.
Dazu gehören beispielsweise:
Diese Arten eignen sich sogar als Sumpf- oder Aquarienpflanzen und können im Paludarium oder im dauerhaft feuchten Wasserteil sowie entlang von Bachläufen eingesetzt werden. Ihre Anpassungsfähigkeit macht sie besonders wertvoll für komplexe Habitatgestaltungen.
Wir führen gezielt terrariengeeignete, tropische Arten aus folgenden Gattungen:
Der Fokus liegt auf kompakten, strukturstabilen Arten, die langfristig in tropischen Bedingungen kultivierbar sind – keine überdimensionierten Zimmerfarne, sondern spezialisierte Regenwaldarten mit echtem Habitatbezug.
Viele dieser Arten sind im klassischen Gartencenter nicht erhältlich, da sie spezielle Kulturbedingungen benötigen und gezielt für die Terraristik selektiert werden.
Licht: Farne bevorzugen schwaches bis mittleres, diffuses Licht. Zu starke LED-Beleuchtung führt schnell zu Blattverbrennungen.
Luftfeuchtigkeit: Ideal sind 70–100 % relative Luftfeuchte, besonders für epiphytische Arten.
Wasser: Regelmäßige, feine Beregnung. Substrat feucht, aber niemals dauerhaft nass.
Klima: Tropisch-warm (22–28 °C), nachts leichte Absenkung möglich.
Die genaue Platzierung hängt immer vom natürlichen Habitat der jeweiligen Art ab – und genau hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen einer „grünen Dekoration“ und einem funktionierenden Mikrohabitat. Für das richtige Klima bitte die individuellen Produktbeschreibungen der einzelnen Arten beachten.
Sie sind unsicher, welche Farne für Ihr Terrarium geeignet sind?
Ob Hochterrarium, Paludarium oder klassisches Regenwald-Biotop – wir helfen Ihnen gerne bei der Auswahl.
Die Experten von Rana Terrarienbau stellen Ihnen auf Wunsch eine individuell abgestimmte Pflanzenauswahl zusammen – passend zu Besatz, Technik und Klimabedingungen.
Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Vor allem kleinbleibende, tropische Arten aus den Gattungen Asplenium, Selaginella, Pyrrosia oder Microgramma.
Ja. Epiphytische Arten wie Pyrrosia, Polypodium, Microgramma oder Microsorum sollten sogar bevorzugt aufgebunden werden.
Meist deutlich weniger als Bromelien oder Orchideen. Diffuses, nicht zu intensives LED-Licht ist ideal. Daher eignet sich ein Standort im Boden- oder Mittelbereich des Terrariums.
Bei stabiler Luftfeuchtigkeit sowie guter Umluft ja. Die häufigste Fehlerquelle ist zu starkes Licht oder Staunässe.
Schreib uns gerne eine Nachricht über unser Kontaktformular – wir helfen dir schnellstmöglich weiter!

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